Zahlen vom Marktführer

Quelle: Golem.de

Vivendi Games hat im ersten Geschäftsquartal von 2008 rund 221 Millionen Euro umgesetzt. Das sind 24,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal – allerdings erschien damals die WoW-Erweiterung The Burning Crusade. Der Löwenanteil der Vivendi-Games-Umsätze entfällt auf Blizzard: 192 Millionen Euro. Die Kult-Entwickler haben damit 99 Millionen Euro Gewinn realisiert.

WoW besitzt derzeit 10,7 Millionen Abonnenten.

Natürlich kommt Blizzards Umsatz auch noch aus anderen Quellen. Wenn man sich nun einmal die Monatsgebühr anschaut geht trotzdem dennoch einhoher Anteil direkt in die Geldsäckel Blizzards, zumal zu erwarten ist dass die Preise im Asiatischen Raum etwas niedriger angesetzt – die Gewine hier also niedriger bemessen sind.
Der Gewinnanteil wäre natürlich nicht so hoch, würden dieses Spiel weniger Kunden spielen. Und ein MMORPG zu entwickeln ist ein hohes finanzielles Risiko, da darf man zu jedem Erfolg nur gratulieren.

Traurig finde ich aber wieder einmal, dass Blizzard – die Firma die es sich am besten leisten könnte – so wenig spielerisches Neuland beschreitet. Blizz hat in seiner Geschichte immer “nur” bereits bestehende Spielkonzepte aufgegriffen und diese mit Hinblick auf eine möglichst große Käuferschar optimiert. Was dabei herauskam war zwar stets qualitativ hochwertig, aber Genrebegründer wie Westwoods Dune2 (Echtzeit-Strategiespiel), Origins Ultima Underworld (Hack´n´Slay) oder Meridian (MMORPG) sind dabei nicht herausgekommen.
Natürlich kann man keinem Unternehmen die Verpflichtung auferlegen vom erfolgreichen Gewinne scheffeln in unsicheres Terrain zu treten – mich als Kunden würde es aber trotzdem freuen einmal etwas neues in gewohnter Blizzard Qualität installieren zu können.

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