Vor├╝berlegungen

Vorwort > Gründungsentscheidung > Vorüberlegungen > Spätestens nach Gründung > Die Gilde leiten > Kooperation mit anderen Gilden

  1. Suche nach dem Ziel der Gilde

    • Alte Kamellen
    • Gemeinsame Interessen
    • Gesinnung
    • Übertriebene Zielsetzungen
    • Alles unter einem Hut?
  2. Hardcore-Rollenspiel, Out-of-Charakter und alles dazwischen

    • Rollenspiel? Was ist das eigentlich?
    • Grenzen zwischen RP und OOC
  3. Namensgebung
  4. Erkennungsmerkmale

    • Logo
    • Farben
    • Wahlspruch
  5. Der Hintergrund

 

Bedacht werden sollten Ziele bzw. Sinn und Zweck der PA, Zielgruppe, Name, Logo und Farben, Leitung, Sitz, Ränge, Entstehungsgeschichte, Präsentation, usw. Da Menschen verschieden sind, wird auch nicht auf jeden Punkt  – oder gar auf die wenigsten Punkte – Wert gelegt.
Falls Du einen Teil unwichtig findest, überlese ihn einfach. Doch empfiehlt es sich später noch einmal darauf zurück zu kommen, um einer Organisation mehr Profil zu verleihen. Profil ist neben Taten und der Zufriedenheit deiner Mitglieder die einzige Möglichkeit sich aus dem Sumpf der Standard-Gilden zu erheben. Wenn man es schafft, der Gilde eine Seele einzuhauchen, sie zu etwas besonderem zu machen, ist schon viel gewonnen. Sei Dir aber bewusst, dass eine Profilschärfung auch eine geringere Zielgruppe bedeutet. Dies führt allerdings zu weitaus mehr gemeinsamen Interessen deiner Mitglieder (…ist die Welt nicht schön?).

Teamarbeit bringt viele Vorteile!

Überzeugte Mitstreiter mit ähnlichen Zielen bringen frischen Wind in die Sache! Sie besitzen eigene Fähigkeiten, geben nützliche Kritik, haben neue Ideen und können einander stützen wenn es einmal nicht so gut läuft. Ein weiterer Standpunkt ist sehr wertvoll, da nicht alle den gleichen Geschmack und ähnliche Vorlieben teilen. Vertrauen und gemeinsames Handeln sind für langfristig Erfolg unabdinglich. Am besten fängt man früh damit an.

 

1. Suche nach dem Ziel der Gilde

Alte Kamellen:

Um die Gilde auszurichten, muss man sich erst einmal klar werden, welches eigene Ziel man / die Gruppe verfolgt und ob es überhaupt / nur durch die Gründung einer Gilde verwirklicht werden kann. Ziele wie Ruhm (Bedürfnis nach Wertschätzung), Reichtum (Bedürfnis nach Sicherheit) oder gar Macht hört man bis zum ko… abwinken. Insgesamt haben diese jedoch wenig Gewicht und lassen sich abgesehen davon nicht leicht erreichen. Spielspaß und Teamplay sollten sowieso angestrebt werden. Dies als Lückenfüller in die Gildenziele aufzunehmen wäre ein Armutszeugnis. Gehe in dich und lass dir was einfallen! Was könnte es sein, dass Du im Spiel mit deiner Gilde besser erreichen kannst?

 

Gemeinsame Interessen:

Dies ist der Sockel auf den Du dein Gebäude bauen willst. Ohne gemeinsame Interessen geht gar nichts, denn jede Gilde ist im Grunde genommen zuerst eine Interessensgemeinschaft. Jeder hat gewisse Wünsche und hofft diese gemeinsam mit Gleichgesinnten erfüllen zu können. Entscheidend ist also welche Prioritäten gesetzt werden und somit welcher Kreis angesprochen werden soll. Hier sind einige Möglichkeiten aufgelistet:

Schutz vor bestimmten Feinden, Freundschaften schließen, Unterhaltung, Erfolg haben, Anerkennung bekommen, Einfluss (naja…), PvP, Rollenspiel, kein Rollenspiel (nur bitte kein Anti-Rollenspiel, besten Dank!), für oder gegen etwas kämpfen, Tiere hüten (oder Wälder – obwohl die nie weglaufen), Prinzessinnen retten, Prinzessinnen opfern, sonstige Dinge mit irgendwelchen Lebewesen oder Dingen anstellen.

Du siehst schon, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber ob eine Idee massenfähig ist musst Du schon selber entscheiden.

 

Gesinnung:

Um ein Ziel zu erreichen gibt es auch in einem Rollenspiel mehrere beschreitbare Wege. Um Reich zu werden kann man als gutmütiger Typ natürlich hart arbeiten und das Töte-tausend-Viecher-und-rette-die-JungfrauQuest mehrmals abschließen (also die Psyche gefährden); genauso ist es – gegeben der Vorraussetzung – möglich seine Mitspieler zu bestehlen, gar zu Raubmorden oder zu betrügen (letzteres bitte nur unter erfahrenen Rollenspielern). Oftmals gibt es auch unterschiedliche Fraktionen denen man sich als Gilde anschließen kann – im Idealfall lassen sie sich sogar gründen. Die Gilde sollte dabei immer einen gemeinsamen Weg einschlagen! Zu unterschiedliche Gesinnungen in der Gilde können früher oder später zu einer Spaltung führen. Daher sollte man sich von Mitgliedern, die anderen Zielen folgen lieber schnell und schmerzlich verabschieden.

 

Übertriebene Zielsetzungen:

Also wer mir mit Weltherrschaftsphantasien daherkommt, der gehört für mich in die Klapse – oder hat genug Geld um die Entwickler zu bestechen. Selbst eine Spielerstadt kann (und sollte) man nicht ohne fremde Mitspieler realisieren. Vielleicht schaffst Du es womöglich Spielwelt und Community mit deiner Gilde zu beeinflussen / bereichern – doch dies als Ziel festzulegen ist schon sehr Ehrgeizig. und ehrlich gesagt wirkt es ein wenig naiv oder prahlerisch. Bei gut geführten Gilden ergibt sich so etwas meistens von selbst. Ehrgeizige Ziele und die Jagd nach Prestige verleiten schnell zur Vernachlässigung viel gewöhnlicherer und wichtigerer Wünsche seiner Mitspieler.

 

Alles unter einen Hut bringen:

Da Du nun (hoffentlich) weißt worauf es dir ankommt, kannst Du der Vision(TM) nun häher kommen. Überlege was Du tun musst, um deinen Wünschen nachzukommen und wie sich das durch die Art und die Ziele Deiner Gilde erreichen lässt. Ist dies mit den gegebenen Möglichkeiten des Spiels vereinbar? Dann wird es Zeit es reibungsfrei in die Spielwelt einzupacken. Nun werden Hintergrundgeschichte und Rollenspielstil wichtig…

 

2. Hardcore Rollenspiel, Out of Character und alles dazwischen

Ob du das "Rollenspiel" in Massive-Multiplayer-Online-RolePlayingGame einfach übersiehst, wie es die meisten tun, ist deine Sache. Rollenspiel sorgt – besonders wenn es durch die Spielmechanik ausreichend gefördert wird – für anhaltende Motivation, also ist es durchaus vorteilhaft Erfahrungen zu sammeln. Eigentlich sind die meisten Rollenspieler entgegen kursierenden Gerüchten und wenigen Negativbeispielen recht lockere tolerante Leute mit gesundem Privatleben. Und man sollte sich nicht von der fanatischen Sorte abschrecken lassen. Allerdings möchten sich RPler auch nicht durch Mitspieler ihren Spaß verderben lassen, was leider oft vorkommt. Falls Du eine non-RP Gilde gründen willst, sei bitte so nett und sorge dafür, dass niemand die neuesten Fußballergebnisse usw. durch die Gegend schreit. Dafür gibt es Gildenchats und ähnliches. Auch pubertärer Namensgebung kann man entgegenwirken, indem man solche Leute gar nicht erst beachtet und schon garnicht in seine Gruppe lässt.

 

Rollenspiel? Was ist das eigentlich? Grenzen zwischen RP und OOC: Rollenspiel

Bei Rollenspiel gibt es nicht nur schwarz und weiß! Vielmehr existiert eine vage Grenze. Spieler haben unterschiedliche Auffassungen was Rollenspiel bedeutet. Um eines mal klar zu Stellen: Rollenspieler zu sein bedeutet in erster Linie Spaß dabei zu haben, sich in eine andere Welt hineinzuversetzen und seinem Spielcharakter eine eigene Persönlichkeit zu geben. Es bedeutet aber auch erst mal keine Ahnung zu haben, dazu zu lernen und auch mal einen Rollenspielveteranen über ein paar Hinweise auszuquetschen. Es kann dem Suchenden sehr helfen, wenn Du eine kurze Beschreibung beifügst in der steht, was man in deiner Organisation unter Rollenspiel versteht. Eine Homepage mit „Tafel der Mitglieder“, einem „Schwarzen Brett“ und einer kleinen Gründungsgeschichte und der Auflistung einiger "Heldentaten" (lustiger weise bei vielen Gilden stark überzogen) macht einen positiven Eindruck, wenn du auf RP Wert legst.

Wer meint mit dem Schriftzug RP mehr Mitglieder anlocken zu können ohne selbst jemals mit Rollenspiel Erfahrungen gemacht zu haben (Wir reden hier von Interaktionen zwischen Menschen nicht das durchspielen von Offline-Rollenspielen!) ist ein Schelm. Letztendlich fällt der Schwindel eh auf!

 

 

3. Namensgebung

Name und Kürzel sind Merkmale, die als erstes ins Auge springen, daher sind sie sehr wichtig. Man kann z. B. für eine Diebesgilde einen Fantasienamen nehmen (vielleicht auch lateinisches oder sindarin). Dieser sagt zwar nichts aus, aber so entstehen beim Leser keine Vorurteile welche die wahre Gildenidee überschatten, wie z.B. "Boten der Idioten". Oder man entscheidet sich für einen Namen der schon einen Vorgeschmack auf den Gildentypus gibt ,wie es "Panzerknackerbande" tun würde (was wohl schwerlich in eine Spielwelt passt ;)).
Und natürlich gibt es auch Gilden deren Name nach Sind-wir-nicht-toll!? klingen soll, wie etwa "Fearless OverlordZ" (übersetzt heißt das so viel wie: "Wir halten uns für mutig, cool, stark und die Oberbosse! Kniet nieder Unwürdige muhahahhaharr!"). Solche Namen werden wohl von Leuten mit schwerer Kopfverletzung oder Hirnschlag ausgedacht. Die inflationären Wörter "Licht", "Dunkelheit", "Apokalypse", "Behüter" und andere Top 20 Begriffe, die bei jeder 5ten Gilde vorkommen sollte man auch meiden.

 

4. Erkennungsmerkmale

Das Logo kann einen ersten Eindruck von deiner Gilde vermitteln und dient als Markenzeichen welches den Wiedererkennungswert steigert. Zumindest wenn es sich im Spiel irgendwie darstellen lässt. Wenn ja, dann gehört so ein Logo unbedingt in Forensignaturen (je kleiner, desto feiner) und auch auf die HP. Wie Du dir denken kannst ist es sehr vorteilhaft wenn auch nicht zwingend notwendig einen Grafiker an der Seite zu haben. Das gleiche gilt auch für die Farben. Diese werdet Ihr wohl eher ins Spiel bringen können als ein Logo, in dem Ihr ein Outfit entwerft dass möglichst oft, zumindest bei wichtigen Anlässen getragen wird. Das trägt einen nicht zu unterschätzenden Teil zum Gemeinschaftsgefühl bei. Nicht zuletzt rundet auch ein repräsentativer Wahlspruch das Gesamtbild ab, welcher dezent in Signatur, Homepage und in alle weiteren Schriften verpackt werden kann und der kurz das wichtigste gemeinsame Ziel oder Motto wiedergibt.

Regeln, die eine Kleiderordnung und das Tragen des Gildenwappens, sowie den Wahlspruch in der Signatur vorschreiben, sorgen auch dafür, dass man euch als Gemeinschaft erkennt, sofern Regeln denn wirklich nötig sind um dies durchzusetzen.

 

5. Hintergrundstory

Jetzt ist wirklich Dein ganzes Können gefordert! Eine prägnante und unterhaltsame (oder wenigstens nicht langweilige) Geschichte bringt nicht jeder auf Anhieb auf die Reihe und bildet das Sahnehäubchen auf der PA-Torte. Die Geschichte muss logisch zur Gilde passen und im Rahmen der Spielwelt glaubwürdig erscheinen. Nicht das jemand die Eroberung von Troja in die jeweilige Zeitepoche übersetzt. Oder sonstige Heldentaten vollbrachte, von denen kein anderer Spieler bisher wusste! Manche Leser wollen Romane, andere sind Fan des Einzeilers. Du solltest dich irgendwo dort positionieren wo die Qualität die Quantität übersteigt. Wenn deinen Leuten nichts einfällt dann mach es eben kurz oder lass es bleiben.

 

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