Kooperation mit anderen Gilden

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  1. Kooperation
  2. Kontakte knüfpen
  3. Fusionen

    • Wann wäre eine Fusion überhaupt angebracht?
    • Durchführung
    • Rebellierende Mitglieder
    • Die Notbremse ziehen
  4. Schwarze Schafe

 

1.Kooperation

Allianzen wurden schon immer als gutes Mittel gesehen um gemeinsam mehr zu erreichen. Und leider stimmt es: Für manche Vorhaben sind große Gruppen zwingend erforderlich. Andererseits entspricht es dem Geiste des MMORPG-Genres, dass viele Spieler miteinander agieren. Also sollte man das bedenken, wenn man sich ein solches Spiel anschafft.

Für die Zusammenarbeit gelten die gleichen Regeln wie für die Führung einer Gilde: Entscheidungen müssen von der Mehrheit getragen und auch umgesetzt werden. Diplomatisches Geschick und ein Ohr für die Bedürfnisse und Sorgen der Mitspieler sind erforderlich.

Eine gute Zusammenarbeit bietet besonders kleineren Gilden eine Chance sich zu behaupten, und dabei gleichzeitig die eigene Individualität beizubehalten. Vielleicht eine Spezialistenrolle einzunehmen. Auch große Gilden können von einer Zusammenarbeit mit kleinen spezialiserten Gilden profitieren.

 

2. Kontakte knüpfen

Wer mit anderen Gilden kooperieren will muss natürlich die richtigen Leute kennen. So etwas geschieht ganz nebenbei, wenn man in den einschlägigen Foren liest (Vorstellthreads der Gilden, Forenteile für die Gildengründer, Artikel, Meinungen, etc…) und dort selbst ordentliche Beiträge schreibt. In SWG hatten wir z.b. ein Community- und Forenübergreifendes Forum für die Gildenleiter sowie Foren für die einzelnen Server. Es lohnt sich solche Projekte vorzuschlagen und zu unterstützen. Die besten Kontakte bilden sich hier wieder einmal beim Spielen heraus. In erster Line, weil man sich oft über den Weg läuft, wenn man gleiche Interessen verfolgt. Oder über Mitglieder, die schon mal in einer anderen Gilde waren, oder Leute bei dem ein oder anderen Event kennen lernten.

Man gewinnt schnell Freunde, wenn man sich für externe engagiert und einander aushilft.

 

3. Fusionen

Wann wäre eine Fusion überhaupt angebracht?

Wenn ein starker Zusammenhalt zwischen zwei Gilden besteht und sich deren Ziele und Eigenschaften sehr ähneln, wäre eine Fusion ein möglicher Schritt zu mehr Gemeinsinn. Ein solcher Zusammenschluss ist allerdings immer mit Opfern verbunden. Wichtig ist also, dass beide Seiten zu Zugeständnissen bereit sind. Optimal wäre es natürlich, wenn ein Partner in das bestehende Konzept der anderen Gilde einsteigen kann bzw. das beste aus beiden Welten genutzt wird.

Fusionen sind im Gegensatz zu Allianzen generell seltener erfolgreich. Mögliche Gründe:

  • Die Partner sind zu unterschiedlich in Struktur, Gildenkultur, Zielen etc.
  • Die Fusion wurde zu schnell durchgeführt.
  • Bestimmte Spieler mögen sich nicht.
  • Einige Spieler wollen nicht die zweite Geige spielen und weiterhin ihre Ämter ausführen.
  • Die Spieler grenzen sich in den ursprünglichen Gruppen voneinander ab.
  • Eine oder beide Seiten haben zu viele Opfer erbracht und spieler fühlen sich in ihrem Spielstil nicht mehr unterstützt

Es ist immer eine gültige Option, die Fusion rückgängig zu machen. Aber das muss rechtzeitig passieren, sonst nimmt die Gilde irreparablen Schaden. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gilde zu klein ist, um überhaupt etwas erreichen zu können, dann solltest du daher zuerst über eine Zusammenarbeit nachdenken.

 

Die Durchführung:

Wenn die beiden Gilden zusammengehen muss verhandelt werden inwiefern Aufgabenträger der einzelnen PAs in dem neuen Bündnis ein Mitspracherecht haben. Wie die Kompetenzen (Wer hat das sagen – wer trägt die Verantwortung?) verteilt werden. Welche Regelungen für alle Mitglieder annehmbar sind. Keine Seite möchte sich benachteiligt fühlen. Eine Fusion ist nur möglich wenn nahezu alle Mitglieder mit den Bedingungen und dem Ergebnis einverstanden sind. Wenn Verhandlungen in viele Kompromisse münden, gibt es wahrscheinlich goße Gegensätze. Ein zu sehr auf Kompromissen aufbauendes Bündnis steht auf wackeligen Beinen und sollte gut überdacht werden.

 

Rebellierende Mitglieder:

Wenn die Idee aufkommt, sich mit anderen Menschen zusammen zu tun gibt es immer unterschwellige Ängste: Die Lage könnte sich verschlimmern, man könnte schlecht miteinander auskommen, wird zu groß, opfert die Eigenständigkeit, verliert an Einfluss usw. Solche Bedenken sind menschlich und ernst zu nehmen.
Wenn Mitglieder ihre Rechte überschreiten, weil sie diese in dem Zusammenschluss nicht mehr innehaben (z.B. Aufnahmeentscheidungen), dann muss dieser Konflikt freundlich aber bestimmt beendet werden. Die ehemalige Leitung beider Gilden muss bei dieser Aufgabe zusammenarbeiten statt sich auf die Seite der einzelnen Konfliktparteien zu stellen.
Es wird vermutlich immer einige Unzufriedene geben, die die Gilde verlassen. Es wird auch immer wieder (Ex)Mitglieder geben die versuchen die Leute aus der Gilde zu reißen. Aber dagegen ist wirklich kein Mittel gewachsen. Sollten die eigenen Leute mit der Gilde zufrieden sein, werden sie sicher nicht einfach austreten.

 

Die Notbremse ziehen:

Sollten sich in der neu gegründeten Gilde isolierte Grüppchen bilden, Mitglieder der ehemals verschiedenen Gilden nichts gemeinsam unternehmen, so kann dem mit mehr gemeinschaftlicher Aktivität entgegengewirkt werden. Allerdings sind isolierte Gruppen ein typisches Symptom einer großen, unpersönlichen Gilde.
Wenn alles nichts hilft, wird kein Weg daran vorbeigehen, den Zusammenschluss aufzukündigen und die Scherben zusammen zu kleben, so gut es geht. Mich würden eure Erfahrungen zu diesem Thema brennend interessieren.

 

4. Schwarze Schafe

Diesen Teil fügte ich hinzu weil ein Freund von mir mit seiner Gilde eine ziemlich schlechte Erfahrung mit einem Kooperations bzw. Fusionspartner gemacht hat:
Die partnerschaftlichen Gilden führten gemeinsam Raids durch und es gab auf beiden Seiten Überlegungen für eine Fusion, die auch laut ausgesprochen wurden. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Chef der vermeintlichen Partnergilde nur daran interessiert war, die Gilde meines Freundes zu spalten und so einige Mitglieder abzuwerben.
Auch wenn dieser Bericht natürlich nur aus einer etwas einseitigen Sichtweise geschrieben wurde, empfehle ich, Augen und Ohren offenzuhalten. Es kann nicht schaden die eigenen Mitglieder zu fragen ob diese von der "Partnergilde" Abwerbeangebote erhalten bzw. sie anzuweisen, solche Angebote zu melden und eine Zusammenarbeit bei bestätigtem Verdacht zu beenden bzw. die andere Gilde zur Rede zu stellen.

 

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